B I O G R A P H I E : :

Irgendetwas in mir will fast jeden Tag malen und wenn ich male, bin ich meist euphorisch, kann oft anders denken, alles passiert einfach; ich glaube, das Hirn oder der Körper oder beides hat die Tage davor etwas zusammengedacht und ich habe dann eine halbkonkrete Vorstellung und der Körper macht das dann fast ohne Denken.

 

 

Am Fotografieren interessiert mich am meisten, mir eine konsumfreie „ Zone “ zu schaffen. Ich will etwas sehen, was mir gefällt und nicht überbunt, überwitzig, überwerbedurchzogen ist. Oft reichen mir unterschiedliche Nuancen von Grau und Struktur einer Sache.

 

2015 habe ich z.B. jeden Tag in Schwarz-Weiß den Tisch fotografiert, auf dem meine in-Arbeit-befindlichen Bilder gestapelt sind und sie mir dann als Diashow angesehen. Das war einfach Ruhe. Kein Bild an der Wand dahinter, der Tisch sehr steril vom Design. Keine Aussage, keine Witzigkeit.

 

 

 

Heutzutage ist alles designt. Ich bin damals mit meinen Jugendmöbeln -zig mal umgezogen und wenn sie mir nicht mehr gefielen, habe ich sie einfach neu angstrichen. Heute lese ich im Internet von jungen Paaren, die deswegen zu Ikea fahren, weil sie es zeitlich nicht aushalten, gleich nach ihrem Umzug noch keine gemeinsamen, NEUEN Möbel zu haben.

Wo die Sportanzüge früher herkamen – keine Ahnung. Ob ich sie überhaupt mitausgesucht habe - keine Streifen, Fussball war trotzdem toll. Oder im Matsch spielen.

 

. . . Die Menschen - in Berlin jedenfalls – joggen mit knallengen Hosen, hochdesignten Oberteilen, setzen sich schon beim Sport gleichzeitig unter Druck von außen. Aber ich will diese ganzen fastnackten Ärsche gar nicht sehen. Ich glaube nicht, dass eine „ normale “ Jogginghose das Trainingsergebnis schwächen würde.

 

Alles wird gemessen. Wir haben alles im Griff.

 

 

. . .

 

 

Die „ Ausstellungen “ auf meiner Website sind so zu verstehen, dass sie in einem echten Raum ein Gesamtkunstwerk sind. Ein Gesamteindruck zu einem Thema. Mit Malereien, Fotografien und Texttafeln oder auch Postern. Es gibt darunter auch Bilder, die ich einzeln ausstellen oder verkaufen würde, aber wenn ich male, male ich solange zu einem Thema, bis nichts mehr in mir dazu drin ist und das gehört dann zusammen.

 

Die echten Ausstellungen sollen einerseits einen emotionalen Eindruck vermitteln, ich möchte aber auch zum Nachdenken anregen und tw. Informieren über etwas, was ich dazu gelesen oder erlebt oder gedacht habe.

 

 

 

Die letzten Jahre habe ich fast ständig gemalt und oft fotografiert und nur ab und zu nach einem Ausstellungsraum geguckt; auch, weil es einfach kaum mehr möglich ist, einen Raum für ein paar Monate zu mieten. Stattdessen habe ich von Dezember 2015 bis Ende November 2017 jeden Monat 4 Plakate in Mitte an eine Säule kleben lassen zu den Themen, die mich beschäftigen. Ich wollte meine Meinung draußen sehen.

 

 

Ich bin als Mensch ansonsten ja quasi unsichtbar. Überall schreit mich die Mehrheit oder die Macht oder das Geld an: Werbung, kaum mehr originelle Läden, immer mehr glattdesignte Imbisse, die auch nicht gesund sind: kein Burger ist wirklich gesund . . .

 

Überall Anspielungen auf Schönheit und Sex. Öde ! - i am bored.

In der Öffentlichkeit gibt es kaum einen vernünftigen, interessanten Satz zu lesen. Wenn ein Satz psychologisch interessant ist, wird er durch die Werbung für ein zu kaufendes Etwas benutzt. Sei Du selbst, sei frei, sei unabhängig . . .

 

 

Ende November ist die Plakat-aktion zu Ende und ich suche ab jetzt Räume für Ausstellungen.

 

Meine Kunst ::

 

Obwohl sich mein Stil mit jeder Ausstellung / jedem Thema ändert

 

Strenge ästhetische Regeln / Kriterien

 

Ich habe z.B. seit ca. 5 Jahren im Kopf, einmal später große Bilder nur in Schwarz-Weiß zu malen.

 

Die Abbildungen meiner Kunst auf dieser Seite sind deswegen oft angeschnitten oder

aus einem schrägen Winkel, weil ich den Eindruck der Ausstellungen erzeugen möchte.

 

 

Meine Malereien sind z. Zt. extra ein bisschen schief, weil ich darauf aufmerksam machen möchte, dass wir alle Individuen sind und nicht jeder in ein quadratisches Facebook-Profil passen kann.

 

Materialien 2015::

Filzstifte, Bleistifte, Asche, Kaffee, Tee, Edding, Abtönfarbe, Packpapier, Umzugskartons, Papier, 1 Schallplatte, Makulatur, Suppenbecher, Paketklebeband, Tesafilm, Altpapier, Paketband, Blumen, Fotografien, Pinsel, Wellpappe, Abdeckplane, Baumwollstoff, alte Stifte, CDs, Kastanien, Papprollen, Luftpolstertaschen, Farbflaschen, Stecknadeln, Müllbeutel, 2 Miniatur-Skelette

Angela Markante - geb. 1969 in Delmenhorst - lebt und arbeitet in Berlin

 

1991 – 2007 Arbeiten am Theater

1993 – 1999 Studium Kostümbild, Fachhochschule für Gestaltung, Hamburg

1989 – 1992 Damenschneiderlehre, Oldenburg

 

Einzelausstellungen ::

 

 

2017 / Plakate an Litfasssäule - Weinbergsweg / Zehdenicker Straße,

2016 jeweils 4 pro Monat, Berlin Mitte

2015

 

2011 „ Gewalt “, Objekte, Malerei und Sounds, Temporärity, Berlin

 

2011 „ Lärm “, Objekte und Malerei, Wohnung, Berlin

 

2011 „ Krieg / Angela Markantes VERGANGENHEIT “ ( feat. Sammlung Britz )

Objekte, Malerei und Sounds, ASK Valerie, Berlin

 

2010 „ All the things, i missed having done with you 20 years before "

Objekte, Malerei und Zeichnungen, Galerie Krone, Berlin

 

2010 „ Wohnungsübergabeprotokoll 2010 “, Objekte, Malerei,

Wohnung, Berlin

 

2009 „ Definiert Euch nicht zu Tode, sondern fühlt Euch und liebt ! –

objects, sounds and truth “, Objekte, Sounds und Fragebogen,

Salon „ Kleines Fuck “, Berlin

 

2003 „ Barfuss oder Lackschuh “, Malerei, Vista Management GmbH, Berlin

Gruppenausstellungen ::

 

2014 „ Anonyme Zeichner “, Pavillon im Milchhof, Berlin

 

2011 „ The Beauty Of Minor Matters “, Skalitzer 140_Temporary, Berlin

2010 „ Kunst aus Kreuzberg #2 – end-of-summer-salon “, Atelierhof Kreuzberg, Berlin

 

2008 „ 5. Falckenschau 2008 “, Digitale Foto-Collage und Textvortrag über Zeit und

 

Wahrnehmung, Galerie Heba, Atelier Hermann Solowe, Berlin

 

Ausstellungen auf meiner Website ( die älteren im Archiv ),

die ich gerne noch einmal in echt und vollständig machen möchte ::

 

 

2013 / 2017 Armut ", Malerei, Objekte fotografiert, Texttafeln

 

2016-17 Die ausgestorbene Frau – eine neue Utopie ", Malerei und

Texttafeln, Fotografie

 

2016 Menschenfragmente ", Malerei und Texttafeln

 

2016 Liebeskummer und David B stirbt ", Malerei, Texttafeln, Fotografie

 

2015-16 Das Übel der Menschheit ist der Mensch ", Malerei, Zeichnungen,

Fotografie und Texttafeln

 

2015 Vergewaltigung – Das wahre Ausmaß ", Fotos und Texte

 

2015 Liebeskummer – 20 Fragen, die ich Dir nie stellte ", Malerei,

Fotografie, Objekte und Texttafeln

 

2015 Ich hasse alle Menschen, ich liebe alle Menschen ", Fotos und Texte

 

2012-13 Trauma ", Zeichnungen

© ANGELA MARKANTE 2017